19 Mrz 2014
Publiziert von Hans-Christian Psaar

Die Sache mit dem Affen – Newsletterversand mit Mailchimp

mailchimp Ich hatte gerade für Kundenprojekte mehrfach mit dem Thema Newsletterversand zu tun. Email-Marketing ist sozusagen die graue Eminenz des digitalen Marketing und erfreut sich bis heuter hoher Beliebtheit. Denn gerade als langfristig angelegte Maßnahme zur Kundenbindung sind Newsletter ein großartiges Mittel, mit denen ich Kunden direkt ansprechen kann.

Ein weit verbreiteter Anbieter dabei ist die Cloud-Lösung mailchimp.com. Der Anbieter kommt aus den USA und liefert mit der Applikation eine intuitive Bedienoberfläche in zeitgenössischer Optik.

Im folgenden möchte ich kurz aus schildern, wie die Integration in einen Online-Shop erfolgt. Die Einbindung in eine Shopsoftware ist recht einfach. Ich sollte im Shop sämtliche Formulardaten für den Shop-internen Newsletter entfernen (bei Shopware etwa auf der Account Seite oder im Checkout, sowie mögliche Formulare. Eine Anleitung dazu findet sicht direkt im Shopware wiki hier). Die Newsletterverwaltung erfolgt ab dann via Mailchimp. Es werden die HTML-Formulare von Mailchimp im Shop oder z.B. auch auf der Facebook-Page eingebunden. Ich kann hier zwischen dem Grad des CSS-Stylings wählen, im “Classic” Modus erhalte ich direkt ein via CDN eingebundenes Stylesheet mit. In der “Naked” Variante ohne CSS kann ich die Form dagegen etwa an das Shop-Template anpassen. Wem das immer noch nicht reicht, der findet weitere Beispiele um direkt die API anzusprechen.

Der eigentliche Newsletter kann mit verschiedenen Template-Vorlagen gestaltet werden, die alle passend an das Corporate Design der jeweiligen Firma angepasst werden können. Eine komplette Template-Dokumentation und Tutorials finden sich unter http://templates.mailchimp.com. Ich benötige dann noch – sofern vorhanden – meine Liste mit Subsribern. Ich kann bestehende Empfängerlisten in verschiedenen Formaten importieren. Ich hatte in einem Fall den Klassiker CSV gewählt, was nach ein wenig Nachbearbeitung der Datei auch anstandslos funktionierte.

Warum aber das Ganze überhaupt? Es hat durchaus Vorteile, über einen externen Anbieter zu verschicken. Der eigene Server wird nicht mit den Mails belastet. Denn es kann passieren, dass ich auf diversen Blacklists lande, wenn Empfänger zu bequem sind sich zu unsubscriben und stattdessen die Mail lieber als Spam bei ihrem Email-Provider markieren. Alleine das vielfache Versenden von Mails, macht Server schon verdächtig. Genau das versuchen professionelle Newsletteranbieter zu vermeiden. Dazu bekomme ich einen ausgeklügeltes Tracking / Controlling für geöffnete Mails bis hin zu geklickten Links.

Das Tool setzt voraus, dass ich meine Inhalte dort mit einem Editor egal ob in WYSIWYG oder in HTML einbinde. Das bietet sich an, wenn ich in redaktioneller Arbeit eigene Inhalte zusammenstelle. Wenn ich automatisiert Produktempfehlungen versenden will, eignet sich das Tool weniger gut. Shopware kann z.B. mit dem dem Newsletter Premium Plugin “Intelligenter Newsletter” kundenspezifische Newsletter mit Produkten versenden. Das kann ein externes Tool nicht leisten.

Also: habe ich redaktionelle Inhalte und möchte diese optisch ansprechend präsentieren, macht ein Tool wie Mailchimp sicher Sinn. Habe ich primär Produkte meines Shops im Fokus und möchte diese nicht weiter aufbereiten, sollte ich besser einen Shop-internes Newsletter verwenden.

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