Warten und Kaffeetrinken

Noch während dem ersten Kaffee checkt man direkt vor Wochenausklang kurz die Mails. Komisch. Es müssten eigentlich Mails da sein, aber im Posteingangsordner herrscht gähnende Leere. Die letzten Mails wurden in der Nacht zuvor abgerufen, auch reichlich merkwürdig. Dann versuche ich eben die Mails im Mailinterface des Hosting Providers abzurufen. Doch dieses ist nicht zu erreichen. Ebensowenig wie die Webseite des Providers.

Die Google-Suche findet nichts, was mich auch nicht verwundert. Aut Twitter ist das Thema dagegen groß. Wobei sich eher über die nicht vorhandene Social-Media-Strategie des Hosters aufgeregt oder belustigt wird. Etliche Kommentatoren sehen die Sache ähnlich wie ich: Aufregung bringt hier auch nichts. Der Hoster hat bislang gute Arbeit geleistet. Und mir persönlich ist ein IT-Anbieter auch lieber, der sich um die Technik kümmert und nicht um seine ausgefeilte Facebook-Strategie. In dem Fall des Hosters hat man schon den Eindruck, dass hier „Techies“ in der Firma das Sagen haben – und genau da fühle ich mich auch am besten aufgehoben. Dafür spricht, dass der letzte Serverausfall bei entsprechendem Anbieter Jahre zurück lag. Und es wird im Fall einer Hosting Havarie vielleicht auf das Kommunikationsupdate verzichtet, dafür aber mit Hochdruck an der Beseitigung des Problems gearbeitet.

Und einen halben Latte später ist meine Seite wieder erreichbar. Und der Mailserver ebenso. Wäre ich eine halbe Stunde später aufgestanden, hätte ich von alldem nichts mitbekommen. Manchmal ist Gelassenheit die beste Strategie.

Nachtrag: Eine Chronologie der Ereignisse findet sich hier: http://www.drweb.de/magazin/all-inkl-com-komplett-offline-40314/

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