Praxistip Webentwicklung: tar Archive unter os x erstellen

Eine Standardsituation in der Webentwicklung: Das Projekt wurde lokal entwickelt und der Roll-Out erfolgt auf dem Server. Ein Hochladen von über 20.000 einzelnen Files dürfte ungefähr 2/3 des nächsten Tages in Anspruch nehmen. Da die meisten Hosting-Anbieter heute SSH zur Verfügung stellen, kann man hier auf komfortable Tools zurückgreifen. Statt des Einzeluploads erfolgt der Upload als Tar-Archiv mit Gunzip-Komprimierung. Auf dem Server wird das Archiv entpackt – fertig. Und mit Os X dank Darwin-Kernel, Unix-Unterbau und Terminal auch ohne Probleme möglich.

So weit die Theorie. In der Praxis unter Mac Os X (auch ältere Systeme) tauchen dann auf einmal beim untar jede Menge neue Files in den Ordnern auf, die alle mit „._*“ beginnen. Grund sind hier die Extended Attributes.
Eine Möglichkeit wäre die „exclude“ Option, die bei tar aber generell ihre Tücken hat. Also muss der Shell mitgeteilt werden, dass die Attributes bitteschön beim Export draußen bleiben sollen. Nächster Haken: die ~/.bashrc des aktuellen Users wird nicht geladen. Was funktioniert (getestet unter 10.7.5) ist ein File ~/.bash_profile anzulegen mit entsprechendem Inhalt:
export COPYFILE_DISABLE=true

Hier gleich die entsprechenden Befehle im Terminal:

cat > ~/.bash_profile
COPYFILE_DISABLE=true
ctrl+d

Und falls das immer noch nicht helfen sollte: Nach dem untar diesen Befehl ausführen:
find . -name "._*" -delete

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