Eine Vorstellung des Typo3 Flow Framework

Gestern am 4.6.2013 fand das monatliche Treffen der PHP Usergroup Berlin – oder kurz bephpug – statt. Robert Lemke, einer der Softwarearchitekten von Typo3 Flow, erklärte das Framework. Yet another Talk on a PHP Framework – das wurde vermieden und die Basics von MVC nur kurz abgehandelt. Die Frage „wie viele von Euch hat schon ihr eigenes Framework entwickelt?“ scheint ein Standard Running Gag auf PHP Veranstaltungen zu sein. Man war ja unter sich und daher ging es gleich zum Eingemachten über, nämlich darum, was Flow einzigartig macht.

Da wäre zum einen die Einbindung von Doctrine und Annotations. Die Entwicklung eines eigenen ORM hatte man am Anfang (das Projekt läuft schon seit 2005) bevorzugt, dann aber zugunsten von Doctrine aufgegeben. Doctrine macht Schluß mit Datenbankabfragen im Quellcode: Statt SQL-Queries werden Objekte direkt Repositories zugeordnet. Die Tables in der Datenbank werden ebenso nicht mehr selbst erzeugt, sondern automatisch generiert.

Im Frontend kommt die Template Engine Fluid zum Einsatz. Die Syntax erinnert zun einen an XHTML und an andere Template-Engines wie Smarty. PHP kommt in den Templates gar nicht vor. Gerade bei Formularen fand ich das überzeugend – die Methoden des FormHelper in CakePHP (ähnlich auch bei ZF) finde ich im Template eher grausam. Das Mischmasch aus PHP und HTML ist unwartbar und da geht Fluid den richtigen Weg, PHP komplett aus den Templates herauszuhalten. Die Array-Daten aus den POST werden dann im Controller direkt mit Property Mapping in Objekte umgewandelt und Repositories zugeordnet.

Die Frage aus dem Publikum nach der Performanz wurde mit einem „gewissen Overhead“ beantwortet, den man aber versucht so klein wie möglich zu halten. Ebenso wurden noch kurz die Dateiuploads mit Persistent Storages gezeigt, das ist sinnvoll für die Verwendung in CDN und Cloud-Lösungen (wie auch immer man damit eine klassische SEO-Anforderung mit sprechenden Dateinamen für Bilder umsetzt). Dependency Injection war noch der letzte Punkt, womit gegen Symfony abgeglichen wurde. Und eine Runde Trivia: der Name „Flow“ ist wirklich eine Referenz zu Mihaly Csikszentmihaly. Am Ende ging es noch kurz um Referenzprojekte (die genannt werden dürfen wären das CRM von Rossmann und ein Projekt der Telekom) und das neue CMS Neo, welches auf Flow basiert. Blieb für mich nur noch die Frage offen: gibt es überhaupt noch irgendjemanden, der ZF nutzt?

Ein Satz von Robert Lemke hallte mir noch nach: „We don´t want you to write configuration“. Flow macht damit Ernst. Amen.

Weiterlesen:
http://www.bephpug.de/
http://robertlemke.com/
http://flow.typo3.org

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