Shopware Community Day 2013 – Day 2 Entwickler Konferenz

Die freien Getränke am Vorabend bei der Abschlußparty von Tag 1 des Shopware Community Day 2013 waren durchaus als Warnung zu verstehen. Hüte dich vor den Verlockungen der Sirenen, Odysseus! Und so machten sich alle Techies in meinem Umkreis bis spätestens Mitternacht zurück ins Hotel.

Tag 2 ging wesentlich ruhiger an. Parkplätze gab es an diesem Tag ohne Probleme und kurz nach 9 war ich einer der ersten Besucher vor Ort. Die Halle war mit einem Vorhang verkleinert worden, es lief gedämpft Musik. Laid back. Die Stimmung blieb den Tag über auch angenehm relaxt, denn allen Beteiligten steckte noch der Vorabend in den Knochen. Und vor allem Respekt an die Jungs von Shopware, die extrem souveräne Vorträge hielten – obwohl sie nebenher 2 Tage lang Messegäste bespaßten. Dafür herrschte allgemein das Gefühl: endlich kann man mal inhaltlich über Fachthemen sprechen.

Marcel Schmähing von der Shopware AG startete auf der großen Bühne mit der Vorstellung der technischen Details von Shopware 4.1. Die Änderung in die Split-View mit asynchronem Nachladen beim Artikel bearbeiten wurde vorgestellt. Ebenso neue Funktionen, die die Sicherheit betreffen: Umstellung der Hashing-Verfahren der Kundenpasswörter und das live während der Eingabe durch den Kunden. Ebenso neue Random-Funktionen, da rand() der Shopware AG nicht „random genug“ war. Die Sicherheit vor der geplanten Internationalisierung von Shopware nochmal zu verstärken, ist definitiv eine gute Sache.

Ebenso wurde das Caching System umgestellt: statt Cache leeren wird nun ein neues Performanz-Modul eingesetzt und der HTTP-Cache kommt nun endlich an den Start.

Danach Oliver Denter von der Shopware AG mit Backend-Modulen und ExtJS. Hier war es gut zu sehen, dass auch andere Entwickler mit ExtJS zu kämpfen hatten. Sein Projekt ging aus einem privaten Spaßprojekt hervor, das er im Shopware Hackathon weiterverfolgt hatte, nämlich die zentralen Elemente, die in den Views im Backend immer verwendet werden als Komponenten zu kapseln. Der Vorteil: statt jedes Mal copy & paste, kann nun einfach die Shopware-Komponente mit einheitlichem Look & Feel verwendet werden. Buttons oder andere Elemente werden einfach überschrieben bzw. neu eingefügt. Das Ganze erleichtert die Entwicklung von Views im Backend ungemein und wird in einer näheren Version 4.x kommen. Yeah!

Weiter mit Dennis Scharfenberg von der Shopware AG und der Erweiterung der REST-API. Der kurze und extrem dichte Vortrag zeigte zunächst den Zugriff auf die REST-API von außen. Danach ging es um die lokalen Methoden – wie hier mit Doctrine auf Daten zugegriffen wird.

Mittags sah ich mir nochmal Marcel Schmähing an zu Kanban und Scrum. Der Vortrag zeigte die Projektmanagement-Methoden in der Entwicklung auf: wie Tickets abgearbeitet werden inkl. Chart. Interessant, dass sich am Ende im Publikum eine Diskussion zu PM generell in Kundenprojekten entwickelte.

Danach erläuterte Stefan Pohl (Shopware AG) noch das neue Responsive Template. Bzw. der Strategie dafür. Die Entwicklung eines Boilerplate-Templates ist in Arbeit. Boilerplates erfreuen sich seit dem bekannten Projekt von Paul Irish zurecht Beliebtheit in der Frontend-Entwicklung. Künftig sollen alle Frontend-Technologien in Shopware modular aufgebaut sein, so dass selbst das JS-Framework jQuery ohne Probleme ausgetauscht werden kann. Das Dilemma der vielen CSS- und JS-Files im Zuge der Templatevererbung sprach er an und so wurde grunt.js als Lösung vorgestellt.

Nachmittags sah ich mir noch die Vorträge zu Performanz bei Millionen von Artikeln von Joscha Krug (marmalade GmbH) an. Danach noch ein Vortage zu Testing, Verabschiedung, nach Hause.

Alles in allem: ein rundes Event für alle Tech-Interessierten, dieser #scd. Richtig gut.

Und Bottom Line: Ein Buzz lag in der Luft. Und zwar Symfony 2. Wie schon auf der Berliner PHP Usergroup am Dienstag zuvor: Symfony, Symfony, Symfony.

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