Plentymarkets meets Shopware in Berlin. Review der Veranstaltung vom 9.8.2013

Die Kooperation zwischen der Shopware AG und Plentymarkets wurde ja schon auf dem Shopware Community Day verkündet. Das sorgte für ein Raunen, da Plentymarkets selbst ein Shopsystem anbietet. Allerdings war auch jedem klar, dass dieses Shopsystem bei weitem nicht die Möglichkeiten von Shopware bietet. Insofern wirkt dieser Zusammenschluß aus durchdachtem Management System plus leistungsfähige Shopsoftware wirklich als Ecommerce Dreamteam.

Dreh- und Angelpunkt an dieser Stelle ist die Verbindung beider Systeme – nämlich die Schnittstelle. Und daher waren natürlich alle gespannt auf die Präsentation letzten Freitag im Trypt Hotel in Berlin, auf der der Connector erstmalig vor Publikum präsentiert wurde. Der Nachmittag begann mit der Vorstellung von Plentymarkets durch Geschäftsführer Jan Grisel. Plenty als cloudbasierte Lösung wurde vorgestellt, der Client und Prozessabläufe wurden am Praxisbeispiel kurz präsentiert. Anschließend wurde kurz Shopware vorgestellt mit Liveshopping-Modul und Einkaufswelten.

Nach der Pause dann aber „Butter bei die Fische“: die Vorstellung der Schnittstelle. Vielleicht ein paar interessante Fakten zuerst: die Schnittstelle kostet nichts, ist Open Source und wird auf GitHub gehostet. Das bedeutet konkret, dass die Schnittstelle auch auf individuelle Bedürfnisse umprogrammiert werden kann. Die offizielle Entwicklung kann über Git mitverfolgt werden. Die Schnittstelle verbindet die beiden API der Systeme via SOAP und REST-Api.

An sich ist die Schnittstelle ein Shopware-Plugin, dass regulär über den Plugin-Manager im Backend installiert wird. Vor dem Initialimport müssen Matchings von Zahlarten in Shopware zu Zahlarten in Plenty angelegt werden, ebenso müssen in Plenty Konfigurationen getätigt werden. Anschließend werden zunächst einmalig Kategorien und Artikel gesychnt, anschließend Bestellung aus Shopware und Artikel aus Plenty. Etliche Funktionen wie Bundle-Artikel (Shopware-Lingo, in Plenty heissen diese Artikelsets) und Multilingualität seien noch nicht umgesetzt, aber man arbeite fieberhaft daran.

Der Connector befindet sich derzeit noch in der Pilotphase – oder mit anderen Worten „auf eigenes Risiko testen“. Beide Firmen betonten nochmals, dass sie kein halbfertiges Produkt releasen und daher mit der Veröffentlichung lieber noch warten wollten. Löblich! Ein erstes Projekt mit Shopware und Plenty wurde von der Agentur Netshops als Fallbeispiel vorgestellt – veganutri, ein Shop für vegane Bodybuildingprodukte. Hier lief die Integration zu Beginn gut, man musste sich aber erst in die Funktionsweise von Plenty einarbeiten.

Dass an dem Thema durchaus Interesse besteht, zeigte zum einen der volle Veranstaltungssaal und die wirklich zahlreichen Nachfragen aus dem Publikum. Als Fazit lässt sich festhalten: die Entwicklung der Schnittstelle ist auf einem guten Weg und wer bisher noch abwarten wollte, dem sei die Antwort vorweggenommen: „ja, machen“.

Die Schnittstelle kann bereits auf Github heruntergeladen und auf eigene Gefahr probiert werden:
https://github.com/plentymarkets/plentymarkets-shopware-connector

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