Expired Domains kaufen – ein nützlicher Baustein im Linkbuilding

Um das Linkbuilding innerhalb der Offpage Suchmaschinenoptimierung zu beschleunigen, werden oft Satellitenseiten eingesetzt. Diese Webseiten fungieren als Landing Pages und dienen primär dazu, die Verlinkung der zu optimierenden Seite zu stärken. Das ist erstmal eine gute Sache, nur gibt es hier einen Haken: eine neu registrierte Domain fängt buchstäblich bei Null an mit entsprechend niedrigem PageRank. Und rückverweisende Links sollten von einer Ressource mit möglichst hohem PageRank ausgehen.

Was also tun? Die Idee hier lautet nicht bei Null zu starten, sondern bereits registrierte Internetadressen zu verwenden. Da ich nicht für jedes denkbare Spezialgebiet schon vor 10 Jahren die Idee hatte, mir entsprechende URLs zu sichern, kaufe ich bestehende Domains an. Nur werden registrierte Domains zumeist aktiv genutzt (ungenutzte Domains lassen sich auch aufspüren, aber das ist ein anderes Thema). Die Lösung sind expired Domains, die nicht mehr benötigt werden und die von den Owner zur Löschung freigegeben wurden.

Um diese aufzuspüren gibt es diverse Tools. In einigen kann ich direkt schon Suchparameter setzen und mir Domains automatisiert registrieren lassen. Einen frei verfügbarer Service dagegen liefert die Webite http://www.spydom.de. Hier bekomme ich die wichtigen Faktoren wie PageRank, Alter, Domainpop, Linkpop angezeigt.

Die relevanten SEO-Faktoren habe ich als Übersicht, sollte diese aber selbst nochmals prüfen. Etwa mit Gratis-Tools wie http://www.seo-united.de/backlink-checker/, mit denen sich schnell herausfinden lässt, ob die verweisenden Links minderer Qualität oder sonstwie kontraproduktiv sind. Denn Spammy Backlinks wären ein Fiasko für meine Bemühungen.

Wie bewerte ich eine Domain? Einige grundlegende Überlegungen:

  • Es sollte sich bei der Optimierung für Webseiten in Deutschland um eine .de TLD handeln
  • Markenrechte Dritter dürfen vom Namen nicht verletzt werden
  • Beinhaltet der Domainname bereits ein Keyword, auf das optimiert werden soll?
  • Wie sehen die Backlinks aus?
  • Will ich vom Traffic profitieren, der noch auf die Domain kommt?

Es sollte also im Vorfeld festgelegt werden, was mit der Domain passieren soll. Und daran schließt sich eine entscheidende Frage an: wie hoch ist der Wert der Internetadresse? Diese Frage lässt sich pauschal nicht ermitteln, sondern entscheidet sich nach Angebot und Nachfrage: was bin ich als Käufer bereit zu zahlen? Was möchte der Verkäufer haben? An der Stelle zeigt sich, dass ich hier wirklich planen und Kosten abschätzen sollte. Generell macht es keinen Sinn einfach nur wahllos Domains zu grabben und zu parken. Denn das summiert erstmal nur Gebühren. Eine Domain nutzt mir nur, wenn Sie entsprechend gute Inhalte aufweist. Und das ist mit Kosten und Aufwand verbunden. Ich sollte mir also genau überlegen, welche Domains ich erwerbe. Denn ansonsten merkt auch Google irgendwann, dass ich hier ein faules Angebot hochgezogen habe, das eigentlich nicht für User gemacht wurde. Content wird zunehmend wichtiger in der Suchmaschinenoptimierung und Linkbuilding wird damit deutlich anspruchsvoller.

Face the facts: Die wirklich guten Domains sind sofort weg. Richtig wertvolle Domains landen nicht auf dem frei verfügbaren Markt, sondern werden direkt abgegriffen. Auch hier gibt es spezialisierte Anbieter, die automatisiert die Internetadressen snappen um diese weiterzukaufen. Und hier ist dann verständlicherweise nicht mit der Registrierung getan, es werden bereits Preise von 350 – 1000 Eur für eher mässig gute Domains aufgerufen.

Ebenso sollte man die Erwartungshaltung an die neue Domain dämpfen – die Geheimwaffe in Sachen Linkbuilding ist diese nicht. Die neuen Inhalte der Site werden vom Google Bot indexiert, anschließend wird festgestellt, dass sich die Inhalte geändert haben. Und das wird sich mittel- bis langfristig negativ auf den PageRank der neu erstellten Site auswirken. Man kann also davon ausgehen, dass der positive Effekt der Domain auf Dauer stetig abnimmt. Was zunächst noch vorhanden ist, sind die Backlinks. Wenn diese lang anhaltend sind – gut. Natürlich können hier aber auch Webseitenbetreiber merken, dass sich der Content geändert hat und die Verlinkungen löschen.
Generell gilt: die vorherigen Inhalte sollten thematisch zu den neuen Inhalten passen, sonst nützen sie mir auf Dauer nichts. Mit einer Seite für Holzbau kann ich beim Thema Computer-Hardware wenig anfangen. Als Besucher würde ich stutzig und Google wird es definitiv auch und zeigt mit dem Daumen nach unten.

Dazu kommt, dass nicht alle Links ausschließlich auf die Startseite und den Directory Index verweisen. Überlegen sollte man sich daher an der Stelle, was mit Links auf alte HTML-Dokumente passiert, die nicht mehr existieren. 301 Rewrite Regeln können hier sinnvoll sein, zumindest aber sollte an eine 404 Seite gedacht werden.

tl;dr
Expired Domains sind nach wie vor ein gutes Mittel, um Linkbuilding mit Hilfe von Satelliten zu betreiben. Es wird wichtiger, diese Landing Pages mit hochwertigen Inhalten zu bestücken und gezielt aufzubauen. Die Zeiten, in denen man mit minderwertigen Linkschleudern Backlinks generieren konnte, sind vorbei.

Veröffentlicht in SEOTagged

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